Arbeiten in Holz
In einem Motorsägekurs an der Scuola di Scultura ist die hier gezeigte fast lebensgrosse Holzskulptur entstanden.
Die Formsprache ist bewusst an den Kubismus und die Moderne der Zwischenkriegsjahre angelehnt. Die Skulptur bedient sich architekturaler Elemente. Dargestellt ist eine stehende Frau. Horizontale und vertikale Rillen verstärken zeichnerisch die Tiefenwirkung einzelner strukturaler Teile. Weiter wird mit dem Kontrast zwischen dem roh belassenen Holz und weiss oder schwarz bemalten Flächen gespielt. In einer Entlehnung des synthetischen Kubismus wurden collagenähnlich Flächen mit bedrucktem Papier beklebt.
Es entstand ein Werk, das die technischen Möglichkeiten des Arbeitens mit Motorsägen auslotet und für den Betrachter ein Spektrum vielseitiger Perspektiven öffnet.



